Dr med GregoryWieder ein schöner Augenaufschlag

Die Augen sind der Mittelpunkt des Gesichts, sie nehmen in den ersten Sekunden alles wahr und werden ebenso in den ersten Sekunden einer Begegnung wahrgenommen. Deshalb führt der erste Blick bei jeder Begegnung immer zu den Augen.

Fehlstellungen der Lider behindern nicht nur ihre Funktion, sondern werden auch als weniger attraktiv und unnatürlich wahrgenommen.

Korrigierende und rekonstruktive Lidoperationen werden daher in der Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie von Dr. med. von Gregory auch nach höchsten ästhetischen Maßstäben durchgeführt.

 

Welche Möglichkeiten der Lidrekonstruktion gibt es?

  • Lidtumor-Entfernung (Tumorexcision)
  • Teil- und Totalrekonstruktion der Lider nach Tumoroperationen oder Verletzungen
  • Rekonstruktion allschichtiger Liddefekte
  • Ektropium-Korrektur (bei Fehlstellung nach außen)
  • Entropium-Korrektur (bei Fehlstellung nach innen)
  • Oberlidptosis (Hängelid)

Lidtumor-Entfernung (Tumorexcision)

Bösartige Hauttumore an den Augenlidern sind in der Mehrzahl sogenannte Basaliome. Dies sind Tumore in der oberen Hautschicht, die in der Regel keine Metastasen bilden und bei rechtzeitigem Erkennen gute Heilungschancen haben. Eher selten treten an den Augenlidern Plattenepithelkarzinome (Tumore in den Zellschichten der Haut oder Schleimhaut) auf und noch seltener Melanome (Schwarzer Hautkrebs).

Teil- und Totalrekonstruktion der Lider nach Tumoroperationen oder Verletzungen

Ziel der Lidrekonstruktion ist die Wiederherstellung eines unauffälligen und möglichst natürlichen Augenlides, welches das Auge normal bedeckt und schützt. Fehlt Haut für die Rekonstruktion, werden freie Hauttransplantate aus einer Region mit entsprechend dünner Haut und ähnlicher Farbe ausgewählt.

Hier bietet sich beispielsweise Haut vom Oberlid oder von der Hinterohrfläche an. Gestielte Hautlappenplastiken (Hautverlagerung mit erhaltener Durchblutung) sind zum Beispiel vom Oberlid oder aus der Jochbeinregion auf das Unterlid möglich.

Lidrekonstruktion bei allschichtigen Liddefekten – Komplexe Operationstechniken für hervorragende Ergebnisse

Bei diesen Liddefekten müssen sowohl die Innenschichten als auch die äußere Haut ersetzt werden. Hierfür stehen verschiedene Techniken zur Auswahl. Prinzipiell werden drei Möglichkeiten der Lidrekonstruktion unterschieden, die bei Bedarf auch miteinander kombiniert werden können. Dies sind der

  • direkte Wundverschluss
  • freie Gewebetransplantate
  • und Verschiebelappenplastiken.

Darüber hinaus besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Option, eine spontane Wundheilung („laissez faire“) zuzulassen.

Freie Gewebetransplantate – Bindehauttransplantation

Bindehaut ist nur aus den Augenlidern selbst zu gewinnen und steht daher nur begrenzt zur Verfügung. Bei Verlagerung aus dem gegenüberliegenden Augenlid muss das Auge für einige Wochen geschlossen werden. Der äußere Lidhautdefekt wird dann durch ein freies Hauttransplantat gedeckt.

Alternativ kann Bindehaut durch ein freies Schleimhauttransplantat aus der Nasenscheidewand oder aus der Mundhöhle ersetzt werden. Der äußere Hautverlust wird dann durch eine Hautlappenplastik ersetzt. Hierbei ist es wichtig eine ausreichende Durchblutung des Gewebes sicherzustellen, um die Einheilung des Schleimhauttransplantates zu ermöglichen. Die OP wird stationär durchgeführt. In einigen Fällen ist eine vollständige Rekonstruktion manchmal nur in zwei Operationen im Abstand von zwei bis drei Wochen möglich.

 

Verschiebelappenplastiken – Das Lid-Sharing

Eine weitere Besonderheit stellt das Lid-Sharing dar. Liegt beispielsweise ein Defekt am rechten Unterlid mit Beteiligung der Lidkante vor, kann aus dem linken Unterlid ein allschichtiges Transplantat exakt in der benötigten Größe unauffällig entnommen werden und dieses in den Defekt des rechten Unterlids eingesetzt werden. Somit findet ein allschichtiger, anatomisch natürlicher Ersatz statt.

Ektropium-Korrektur (bei Fehlstellung nach außen)

Ein Ektropium – eine Fehlstellung des Lids nach außen – entsteht meist am Unterlid. Die Lidkante liegt dann nicht mehr am Auge an. So wird die Bindehaut nicht mehr geschützt und kann sich schnell entzünden. Die Ursache hierfür können eine altersbedingte Erschlaffung des Stützapparates am Unterlid sein oder Narben an der Unterlidkante nach einer Verletzung oder Operation. Auch der Verlust von Lidhaut durch Tumorentfernung kann ein Auslöser für ein Ektropium sein.

Therapiemaßnahmen bei einer Ektropium-Korrektur (außen):

  • Stabilisierung der Unterlidkante durch Verbesserung der seitlichen Aufhängung
  • Verkürzung der Lidkante
  • Korrektur von Narben
  • Ersatz fehlender Haut durch ein Hauttransplantat, z.B. aus Haut vom Oberlid oder durch eine
  • Hautlappenplastik aus der Wange

Entropium-Korrektur (bei Fehlstellung nach innen)

Bei einem Entropium – einer Fehlstellung des Lids nach innen – ist die Lidkante durch Narbenbildung und Schrumpfung (narbiges Entropium) oder durch Erschlaffung des Aufhängeapparates und Fehlfunktion der Schließmuskeln nach innen gerollt (altersbedingtes Entropium). Dies führt zu mechanischer Reizung der Bindehaut oder sogar der Hornhaut und kann eine dauerhafte Sehbehinderung zur Folge haben.

Entropium-Korrektur (innen)– Therapiemaßnahme

Ein narbiger Verlust von Bindehaut kann durch ein Schleimhauttransplantat ersetzt werden. Eine nach innen gerollte Lidkante kann operativ wieder nach außen gerollt werden. Dazu führt Dr. med. von Gregory eine Operation durch, bei der der „ausgeleierte“ innere dynamische Aufhängeapparat wieder an die Lidkante fixiert wird. Gleichzeitig muss oftmals die Kante selbst gestrafft oder gekürzt werden. Ein Haut- und Muskelüberschuss ist eventuell zu entfernen.

Oberlidptosis – Korrektur eines Hängelids

Bei einer Oberlidptosis – einem sogenannten Hängelid – wird die Pupille von der Lidkante teilweise verdeckt und das Sehen dadurch behindert. Sie kann angeboren sein, im Lauf des Lebens entstehen und sowohl einseitig als auch bei beiden Lidern auftreten.

Folgende Ursachen können zu einer Oberlidptosis führen:

  • Altersbedingte Erschlaffung („Ausleiern“ des Muskels und seiner sehnigen Aponeurose)
  • Ausriss der dünnen Sehnenfasern des Lidhebermuskels (Levator) vom Liddeckel (Tarsus)
  • Fehlsteuerung der Lidhebefunktion
  • Tumor im Verlauf der Nervenbahnen
  • Verletzung von Nerven des sympathischen Nervensystems (z.B. bei Schilddrüsenoperation)

 

Oberlidptosis-Korrektur – Therapiemaßnahmen

Bei einer erworbenen Oberlidptosis oder der altersbedingten Ptosis mit Ursache am Lidhebermuskel wird dieser gekürzt oder gedoppelt und wieder an die Lidkante fixiert. Durch dieses Vorgehen kann das Lid wieder korrekt angehoben werden.

Grundsätzlich kann es im Rahmen der Operation vorkommen, dass das Ergebnis nicht vollkommen symmetrisch ausfällt. Diese Problematik wird am Folgetag der Operation überprüft und, falls nötig, im Rahmen eines kleineren Folgeeingriffs korrigiert, bis die Symmetrie hergestellt ist.

Bei der angeborenen Lidptosis können auch aufwändigere Operationen notwendig sein, bei denen beispielsweise Teile des Muskels rekonstruiert werden oder die Lidhebefunktion über einen Sehnenzügel aus dem Kaumuskel an die Stirnmuskulatur gekoppelt wird. Generell kann im Rahmen der Operation auch eine Reduktion von überschüssiger Lidhaut (Oberlidplastik) durchgeführt werden.

Oberlidptosis-Korrektur – Auf einen Blick

Narkose: Lokalanästhesie (örtliche Betäubung)
Klinikaufenthalt: ambulant
Dauer der OP: ca. 1,5 Stunden
Nachbehandlung: Kühlung mit Eisbrille in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff
Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 14 Tagen