In meiner Praxis in Berlin begegnen mir oft Patienten, die seit Jahren mit einer kleinen Erhabenheit im Gesicht leben – sei es an der Nase, am Augenlid oder an der Wange. Meist handelt es sich um ein Fibrom. Es schmerzt nicht, es ist harmlos, aber es stört die Symmetrie und die Ruhe des Gesichts.
Wer sich für eine Entfernung entscheidet, sucht meist nicht nach „kosmetischen Experimenten“, sondern nach einer nachhaltigen, sicheren und ästhetisch sehr hochwertigen und unauffälligen Lösung. In diesem Post informieren wir Sie darüber, was Fibrome genau sind, wie man sie am besten entfernt und welcher Ablauf Sie in meiner Praxis erwartet.
Die Fakten: Was Sie über Fibrome wissen sollten
Ein Fibrom ist eine gutartige Wucherung von Bindegewebszellen (Fibrozyten). Wir unterscheiden im Wesentlichen:
- Weiche Fibrome (Fibroma pendulans): Sie ragen oft stielartig aus der Haut heraus.
- Harte Fibrome (Dermatofibrome – treten in der Regel in den unteren Extremitäten auf): Sie fühlen sich wie eine kleine feste Kugel innerhalb der Hautschichten an.
Obwohl man im Internet zahlreiche „Hausmittel“ oder Laser-Versprechen findet, ist die chirurgische Entfernung durch einen spezialisierten Gesichtschirurgen medizinisch und ästhetisch fast immer überlegen.
Warum die chirurgische Entfernung die beste Wahl ist
Viele Patienten fragen mich, warum ich das Skalpell dem Laser oder dem bloßen Abtragen vorziehe. Die Antwort liegt in der Präzision und der Gewebeschonung:
- Gewebe-Erhalt für die Pathologie: Nur bei einer sauberen chirurgischen Entfernung kann das Gewebe lückenlos histologisch untersucht werden. Das gibt Ihnen die hundertprozentige Sicherheit, dass die Veränderung wirklich gutartig war.
- Keine thermischen Schäden: Laser arbeiten mit Hitze. Diese Hitze kann die Wundränder „verkocherln“, was die Wundheilung verzögert und das Risiko für verbreiterte Narben erhöht. Das Skalpell hinterlässt einen glatten, sauberen Schnitt.
- Tiefe entscheidet über Rezidive: Ein Fibrom ist oft wie ein Eisberg. Trägt man es nur oberflächlich ab, bleibt die „Wurzel“ in den tieferen Hautschichten (Dermis) bestehen, und das Fibrom kehrt nach kurzer Zeit zurück.
Weitere Informationen zur Entfernung von Hautveränderungen

Mein persönlicher Ansatz:
„Ein Eingriff im Gesicht ist dann erfolgreich, wenn man das kranke Gewebe komplett und ästhetisch so hochwertig wie möglich entfernt hat. Mein Ziel ist es nicht, ein Fibrom einfach nur zu entfernen, sondern die Haut so zu adaptieren, dass die natürliche Textur und Spannung erhalten bleiben. Das erfordert keine großen Worte, sondern eine extrem ruhige Hand und die richtige Nahttechnik.“
Der Ablauf: Was Sie in meiner Praxis erwartet
Der Eingriff dauert in der Regel nicht länger als 15 bis 20 Minuten und wird in lokaler Anästhesie durchgeführt.
- Anästhesie: Ich verwende sehr feine Kanülen, sodass bereits die Betäubung kaum spürbar ist.
- Die Spindel-Exzision: Um eine unauffällige Narbe zu garantieren, schneide ich das Fibrom in einer feinen Spindelform aus. Diese Spindel wird exakt in die natürlichen Hautspannungslinien gelegt.
- Der Verschluss: Ich verwende die sogenannte Mehrschichtnaht. Die Spannung wird in der Tiefe abgefangen, damit die Hautoberfläche ohne Zug zusammenliegen kann. So kann eine ganz feine und linienförmige Narbe entstehen.
Vergleich der Methoden
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Methode |
Vorteile |
Nachteile |
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Chirurgische Spindel-Exzision |
Sicherste Methode, entfernt die „Wurzel“, beste Pathologie, minimale Narbe durch Naht. |
Erfordert Fadenzug nach ca. 5–7 Tagen. |
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Chirurgische Abtragung (Shave) |
Schnell, keine Naht nötig, Gewebe bleibt für Pathologie erhalten, sehr gute Heilung. |
Nur für oberflächliche Befunde geeignet; geringes Rezidivrisiko, falls Basis tief sitzt. |
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Laser-Behandlung |
Blutungsarm, schnell. |
Verbrennungsgefahr des Gewebes, keine histologische Untersuchung möglich; Risiko thermischer Randschäden (Narbenplatten). |
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Hausmittel / Vereisung |
Keine medizinischen Vorteile. |
Hohes Risiko für Rezidive, Entzündungen und Pigmentstörungen. |
Die Nachsorge
Nach dem Eingriff sind Sie sofort wieder gesellschaftsfähig. Ein kleiner, unauffälliger Pflasterstreifen schützt die Stelle für die ersten Tage. Die Fäden werden – je nach Lokalisation – nach 5 bis 7 Tagen entfernt. Was bleibt, ist eine feine Rötung, die in den Folgewochen verblasst, bis sie für das bloße Auge kaum noch wahrnehmbar ist.









